Im Jahr 2035 fehlen der Schweizer Bevölkerung und der Wirtschaft 25 bis 30 TWh Strom. Das entspricht der Hälfte des heutigen Stromkonsums der Schweiz (2006: 62 TWh). In seinen «Energieperspektiven» zeigt der Bund auf, dass die Schweiz bereits ab 2018 neue Grundlastkraftwerke braucht, um im Winter den Landesverbrauch mit inländischer Produktion zu decken. Unter Extrembedingungen wie einer Kältewelle kann die Schweiz bereits heute den Strombedarf nicht mehr ohne Importe decken.

Wie kann die Stromlücke gedeckt werden?

Auf Importe darf sich die Schweiz nicht verlassen, denn in ganz Europa fehlen Kraftwerke. Zudem gibt es an der Schweizer Grenze Engpässe im Höchstspannungsnetz, die den Stromimport erschweren und verteuern. Import führt zu Abhängigkeit vom Ausland.

Energieeffizienz führt zu höherem Stromverbrauch, da zum Beispiel Ölheizungen durch Wärmepumpen oder Autokilometer durch die Bahn ersetzt werden. AVES Zug unterstützt die Bestrebungen zur Förderung der Energieeffizienz.

Das eidgenössische Parlament fördert die erneuerbaren Energien pro Jahr mit 300 – 500 Millionen Franken aus einem Zuschlag auf den Strompreis. Ziel ist, dass 2035 mit Wasserkraft, Biomasse und Solar- und Windenergie pro Jahr zusätzliche 5,4 TWh Strom erzeugt werden, die rund einen Fünftel der Stromlücke decken. Mehr liegt vom Potenzial her in diesem Zeitrahmen nicht drin. AVES Zug unterstützt die Förderung der erneuerbaren Energien, wie sie das eidgenössische Parlament vorgesehen hat. Die fehlenden 20 bis 25 TWh können nur mit neuen Grosskraftwerken gedeckt werden. Dafür bieten sich Gaskombi-, Kohle- und Kernkraftwerke an. Doch Gaskombi- und Kohlekraftwerke sind angesichts der Klimaprobleme keine Lösung. Die Schweizer Kernkraftwerke werden seit bald vier Jahrzehnten sicher betrieben und produzieren zuverlässig und wirtschaftlich Strom, ohne CO2 auszustossen. AVES Zug bekennt sich zum Bau von neuen Kernkraftwerken in der Schweiz zur Deckung der Stromlücke.