Die Schweizer Kernkraftwerke werden seit bald vier Jahrzehnten sicher betrieben und produzieren zuverlässig und wirtschaftlich Strom, ohne CO2 auszustossen. Sie generieren Bandenergie und decken so die Grundlast der Schweiz ab. Ab 2012 werden die Schweizer Kernkraftwerke altershalber schrittweise vom Netz genommen.

Der Entsorgungsnachweis ist erbracht. Die Nagra hat aufgezeigt, dass die radioaktiven Abfälle in der Schweiz in geologisch geeigneten Schichten, wie sie im Zürcher Weinland oder auch am Jurasüdfuss vorkommen, sicher gelagert werden können. Der Bund ist nun gefordert, im Sachplanverfahren einen Standort für das geologische Tiefenlager für hochaktive Abfälle zu definieren. Das Lager muss erst im Jahr 2040 in Betrieb genommen werden können. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die radioaktiven Abfälle im Zwischenlager in Würenlingen (ZWILAG) oder in den Kernkraftwerken selbst sicher gelagert. Der Abfall ist sauber verpackt, genauestens dokumentiert, sicher handhabbar und von der Umwelt abgeschirmt.

Die modernen Kraftwerke der dritten Generation, die nun überall auf der Welt gebaut werden, zeichnen sich durch eine sehr hohe Sicherheit aus. Diese standardisierten Typen sind erprobt und sollten unverändert in der Schweiz gebaut werden. Auch um das Bewilligungsverfahren abzukürzen.

Zum Bau von neuen Kernkraftwerken müssen folgende Schritte durchlaufen werden:

  • Erarbeitung eines Rahmenbewilligungsgesuchs, 2 Jahre
  • Einreichung, Prüfung durch die Behörden, 3 Jahre
  • Entscheid des eidgenössischen Parlaments, 1 Jahr
  • Referendum und Volksabstimmung, 1 Jahr (voraussichtlich 2012)
  • Erarbeitung und Prüfung der Bau- und Betriebsbewilligung 3 Jahre
  • Bau, 5 Jahre
  • Inbetriebnahme (2021 bis 2023)

Uran ist weltweit genügend vorhanden, weitere Vorkommen werden erschlossen. Bei steigendem Uranpreis lohnt sich auch die Ausbeutung von weniger reichhaltigen Vorkommen. Zudem stammt dieser Energieträger aus Ländern wie Australien und Kanada, die politisch stabil und sicher sind. Der Uranpreis hat nur einen bescheidenen Einfluss auf die Stromgestehungskosten.

Die Bedeutung der Kernenergie für die Wirtschaft ist hoch: Kernkraftwerke sind Anlagen mit einem hohen Unterhaltsbedarf, was viele qualifizierte Arbeitsplätze im Werk und bei Zulieferern schafft. Nebst preiswertem Strom (4 bis 9 Rp./kWh) generieren sie auch Steuereinnahmen für die Gemeinden, den Kanton und den Bund. Kernkraftwerke können die Bevölkerung und die Wirtschaft zuverlässig und zu einem vernünftigen Preis mit Strom versorgen.